Nach der etwa zwei Stunden dauernden Anreise hies es zunächst - wie so oft - erst einmal warten, da sich der geplante Kampfbeginn der höheren Gewichtsklassen verzögerte. Als dann schließlich die Gewichtsklasse bis 60 kg aufgerufen wurde, durfte Thomas Handwerker aber direkt den ersten Zweikampf bestreiten.
Hier traf er auf Sergej Kosenko vom KSV Esslingen, dem Erstplatzierten der württembergischen Meisterschaften, gegen den er gleich zu Anfang mit einem Waza-Ari in Führung gehen konnte. Obwohl sein Gegner bis zum Ende der Kampzeit noch zwei Yuko zugesprochen bekam, reichte dies nicht mehr Thomas' Vorsprung einzuholen.
Gegen seinen zweiten Kontrahenten erging es ihm ähnlich. Thomas warf ca. zur Halbzeit mit Ouchi-Gari, was mit Yuko bewertet wurde. Ungefähr 20 Sekunden vor Schluss erhielt er noch eine Strafe, welche aber das Ergebnis nicht mehr beeinflussen konnte.
Somit stand Thomas im Halbfinale. Sein Gegner war nun Gianluca Rapalli vom TSV Großhadern. Ihm musste sich Thomas leider - wie auf der vorhergegangenen bayerischen Meisterschaft - erneut geschlagen geben. Nach einem starken Kampf lies er sich in einen Festhalter zwingen, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte.
Nun stand noch der Kampf um den dritten Platz bevor. Zu Thomas' Verwunderung stand er wieder Sergej Kosenko gegenüber, den er im ersten Kampf schon besiegt hatte. Dieser hatte sich nämlich in der Trostrunde erfolgreich durchgesetzt. Da dieser anscheinend aus seinen Fehlern im ersten Kampf gelernt hatte, fiel es Thomas nun schwerer seine Techniken durchzusetzen. Die Folge davon war, dass er in einen Festhalter geriet und es nicht mehr schaffte diesen zu lösen.
Somit stand seine Platzierung fest. Thomas hatte sich in einem starken Turnier - welches im Übrigen die höchste Meisterschaft ist, die man in seiner Altersklasse erreichen kann - einen respektablen fünften Platz gesichert.